Ich male. Nicht mit Strategie, nicht mit Konzept.
Wenn die Welt zu viel wird, ist das hier mein Ort.
Hier bin ich echt. Hier bin ich sicher.
Ich habe angefangen, ohne zu wissen wozu.
Ich dachte, ich fülle Stunden. In Wahrheit habe ich mir Leben freigeschaufelt. Mit den Händen, mit Spachteln, mit allem, was weh tat. Durch giftiges Grün, durch zerreißendes Pink, durch Tiefen, die blau sind wie Ertrinken und trotzdem atmen.
Meine Arbeiten sind abstrakt, weil mein Leben es war. Weil sich das Ungerechte nicht zeichnen lässt.
Weil Einsamkeit keine Form hat und Ohnmacht kein Gesicht. Auf der Leinwand gebe ich ihnen Gestalt. Außerhalb von mir.
Das ist kein Zufall. Ich entscheide mich, das Schwere in Schönheit zu verwandeln.
Ich habe mich aus dem Chaos gemalt, aus dem Nicht-Genügen, aus einer Welt, die keinen Platz für mich vorgesehen hat.
Jeder Griff nach Farbe war eine Entscheidung: Nicht zu verstummen. Nicht zu verschwinden. Dazubleiben, auch wenn niemand zuschaut.
Ich teile diese Bilder, weil ich muss. Weil ich glaube, dass da draußen jemand ist, der diesen Sog kennt. Dieses Alleinsein, das man sich zum Freund macht. Dieses Weitermachen ohne Grund und ohne Ende.
Etwas von dem, was mich gerettet hat, soll auch andere erreichen.
Das ist nicht das Leben, das ich mir gewünscht habe. Aber es ist das, was sich richtig anfühlt. Und wenn nur ein Mensch davor stehen bleibt und merkt, mit seinem Chaos nicht allein zu sein, dann war es das wert.